Alboka

Die Alboka stammt ursprünglich aus dem Baskenland und ist als Rohrblattinstrument eng mit der uns bekannten Trompete verbunden. In der zeitgenössischen Literatur wird sie bereits im 13. Jahrhundert erwähnt. Starke Einflüsse erhielt die Alboka aus dem arabischen Bereich, wo bereits zuvor verschiedene Instrumente ähnlicher Bauart bekannt waren, die jedoch nur über ein einfaches Schallrohr verfügten.

Aufbau der Alboka

Die Alboka besitzt dagegen zwei Schallrohre, die in einem gemeinsamen Trichter münden. In ihrer ursprünglichen Bauform ist dieser Trichter aus Horn hergestellt. Gespielt wird die Alboka, indem die beiden Blätter, welche sich in einer Kapsel befinden, gemeinsam angeblasen werden. Dabei wird jedoch immer nur in Zirkularatmung geblasen, das Instrument wird also nicht überblasen.

Das Besondere an der Alboka sind ihre zweistimmigen Effekte. Sie entstehen durch die ungleiche Anzahl der Löcher in den Rohrblättern, wobei das linke Rohr fünf Löcher aufweist, das rechte lediglich drei. 

Geschichte der Alboka

Auch aus dem afrikanischen Raum, insbesondere aus Nordafrika, ist ein ähnliches Instrument mit nahezu unaussprechlichem Namen bekannt. Es verfügt ebenfalls über zwei Schallrohre,  kann jedoch auch mit zwei separaten Trichtern hergestellt werden. Auch dieses Instrument wurde bereits im Mittelalter entwickelt. In den darauf folgenden Jahrhunderten setzten sich ähnliche Instrumente auch in vielen anderen Ländern der Welt durch, zum Beispiel in England, Wales oder Schottland.

Ein der Alboka ähnliches Instrument ist übrigens auch schon in den Cantigas de Santa Maria zu erkennen, welche um 1.300 n. Chr. angefertigt wurden. Hier erkennt man ein Blasinstrument mit einer Windkapsel und einem Horntrichter, die auf einer gebogenen Stange befestigt sind. Man geht davon aus, dass diese Zeichnungen die Ursprünge der Entwicklung der Alboka im Baskenland darstellen. Ähnliche Instrumente in späteren Jahrhunderten in anderen Ländern könnten eventuell auf diese Urform zurückzuführen sein.

Wie klingt eine Alboka?

Klaus Malke
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