Angelica

Die Angelica ist ein bekanntes Zupfinstrument aus der Barockzeit. Schon in dieser Epoche wurde das Instrument mit 16 oder sogar 17 Saiten erbaut. Eigentlich steht die Angelica zwischen der Laute, der Harfe und auch der Thorbe. Dies bedeutet vor allem auch, dass mit diesem Instrument die Barocklaute wiedergegeben werden können. Der halbbirnenförmige Korpus und vor allem die dort befestigte Schalldecke stehen mit dem Saitenhalter zusammen, so dass die gesamte Länge des Instrumentes für den Klang und die Töne wichtig sind.

Meistens zeigt das gesamte Instrument eine Länge zwischen 54 – 70 cm auf. Anders als die Laute konnte die Angelica jede einzelne Saite bespannen. Somit konnten bessere Töne erstellt und vor allem andere Klangarten gespielt werden. Durch den verlängerten Hals und den zweiten Wirbelkasten können Bass ähnliche Töne abgeliefert werden.

Merkmale der Angelica

Die Angelica erzeugt eine ähnliche Stimmungen wie bei einer Harfe. Die diatonischen Stimmungen bieten einen guten Tonumfang und typische Angelika-Laute des Instrumentes. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und auch am Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Angelica beliebter denn je. In dieser Zeit war die Blütezeit des Instruments zu erkennen, welches sich weiter ausprägen konnte. Nach den Angaben der Hersteller, stammen die Idee und der Bau der Angelica aus England. Dieses Instrument sollte auf die Engelslaute hindeuten. Durch die lieblichen Klänge, die erspielt werden können, konnte eine gewisse Freiheit ausgestrahlt werden.

Die Musik der Angelica ist daher eher sanft und entspannend. Durch einen französischen Tabulator wurden verschiedene Bezeichnungen und Bässe des Instrumentes gekennzeichnet. Vor allem aber auch die Bässe schwanken bei jedem Spieler. In vielen Orchestern und einigen Stücken, konnten die Musikstücke mit diesem Instrument gespielt werden. Alleine die einzelnen Laute, die eine Angelica abgeben kann, sind sinnlich und einfach nur elegant.

Die Instrumente werden meistens aus bestimmten Werkstätten angeboten, aus denen die größten Teile erbaut werden.

Klaus Malke
Letzte Artikel von Klaus Malke (Alle anzeigen)